Generalunternehmer

Der Generalunternehmer ist eine Unternehmereinsatzform, die – neben dem Alleinunternehmer – recht häufig im Bauwesen anzutreffen ist. Für den Begriff des Generalunternehmers ist charakteristisch, dass er sämtliche zum Bauvorhaben gehörige bzw. für die Realisierung desselben er Leistungen, unter Umständen auch Planungsleistungen des Architekten (der Bauunternehmer wird dann oftmals als Totalunternehmer bzw. Generalübernehmer bezeichnet wird) übernimmt und einen Teil der beauftragten Bauleistungen selbst ausführt, einen anderen Teil – mit Genehmigung des Auftraggebers (vgl. § 4 Abs. 8 VOB/B) – hingegen von einem oder mehreren Sub- oder Nachunternehmern ausführen lässt.

Dies ändert nichts an dem Umstand, dass der Generalunternehmer einziger Vertragspartner des Bauherrn ist und die alleinige (rechtliche) Verantwortung für das geschuldete Bauvorhaben trägt. Ein Vertragsverhältnis zwischen dem Bauherren und den vom Generalunternehmer beauftragten Nachunternehmer besteht nicht.

Hinsichtlich der Mängelrechte und der sonstigen für ihn vertraglichen Haftungsansprüche muss sich der Bauherr an den Generalunternehmer halten, was Vorteile haben kann. Der Einsatz eines Generalunternehmers bietet für den Bauherrn nämlich den Vorteil, dass er die Koordination der einzelnen Gewerke nicht selbst übernehmen muss. Für den Fall, dass im Rahmen der Bauleistungen Mängel auftreten, muss er diese – wie dies der Fall wäre – bei einem gewerksweisen Unternehmereinsatz durch einen oder sogar mehrere Bauunternehmer diese nicht eindeutig zuordnen, sondern kann sich an seinen einzigen Vertragspartner, den Generalunternehmer, halten.