Hinterlandbebauung

Große Grundstücke haben oftmals Platz für zwei oder mehr Häuser. Typischerweise steht das erste Haus an der Straße und lässt für eine weitere Bebauung genügend Raum. Wird diese realisiert, wird dann von einer sogenannten Hinterlandbebauung gesprochen.

HOAI

Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ist eine Rechtsverordnung des Bundes, die die Honorarberechnung für Leistungen der Architekten und Ingenieure mit Sitz im Inland regelt, soweit die Architekten- und Ingenieurleistungen von der HOAI erfasst sind und vom Inland aus erbracht werden.

Da die HOAI verbindliches Preisrecht für Architekten- und Ingenieurleistungen im Bauwesen darstellt, sind Honorarabweichungen (z.B. durch Unterschreitungen der Mindestsätze oder Überschreitungen der Höchstsätze) von der HOAI in nur wenigen Ausnahmefällen zulässig.

Dies liegt in der Zweckbestimmung der HOAI; denn diese soll sicherstellen, dass den Architekten und Ingenieuren ein auskömmliches Honorar für ihre Leistungen zuteilwird und der Wettbewerb nicht in der Qualität der Tätigkeiten widerspiegelt. Sofern nicht „bei Auftragserteilung“ etwas anderes zwischen den Parteien (schriftlich) vereinbart worden ist, gelten vor allem die jeweiligen Mindestsätze als vereinbart (vgl. § 7 Abs. 5 HOAI 2013).

Die Höhe der Vergütung bemisst sich vor allem an der Aufgabenstellung (Leistungsumfang), den Anforderungen an die geforderten Leistungen (Honorarzone), den anrechenbaren Kosten und den erbrachten Leistungen in den sog. Leistungsphasen.

Da die HOAI – lediglich – (Preisrecht) ist, richtet sich die Frage des geschuldeten Umfangs der zu erbringenden Architekten- und/oder Ingenieurleistungen nach dem Vertrag sowie den gesetzlichen Regelungen zum Werkvertragsrecht (§§ 631 ff. BGB), und nicht nach der HOAI.

Die derzeit aktuelle Fassung der HOAI 2013 trat im Juli 2013 in Kraft und löste die HOAI 2009 ab.